Fight-Report



Süddeutsche Meisterschaften im Freefight

Die FFA (Free Fight Association Germany) unter Präsident Andreas Stockmann richtete am 20.07. 2002 in Illertissen die Süddeutschen Meisterschaften im Free Fight aus. Packende Kämpfe unter interna-tionalen Bedingungen in Fight-Club Athmosphäre!
Der Outsider-Club war als offizieller Medien-vertreter live für Euch dabei.















Impressionen von der FFA-Süddeutschen Meisterschaft




Andreas (re) & Schüler / Dietmar / Gerhard, Thomas, Hubert Numrich / Franz & Stefan / Bodo Elsbeck








Dietmar Grosskinski und FFA-Präsident Andreas Stockmann organisierten die Süddeutschen Meisterschaften im Jiu Jitsu sowie im Freefight. Die Freefight-Veranstaltung war ein Einsteiger-Tunier für MMA-Neulinge. Ganz nach alter FFA-Tradition (richtige Fights für richtige Fighter), konnten sich alle Newcomer den Kampf-Modus selbst wählen: Einmal den Newcomer-Modus (N.M.) (without groundfighting-headshoots) oder den Internationalen Kampf Modus (I.M.) (All Inclusive: with groundfighting-punch/ellbowing-headshoots, headbud's etc.). Überraschender- und erfreulicher Weise wollten die meisten Newcomer das volle Programm und dementsprechend interressant und knackig waren natürlich auch die Kampfbegegnungen. Lest hier über das Closed Door Tournament in absoluter Fight-Club Athmosphäre!


(Sorry für die etwas unscharfen Photo's (Technische Panne/Bilder aus Videomaterial)



Die Schlacht der Grazer



Der Hauptkampf, wurde diesem Immage voll und ganz gerecht! Emotionsgeladen wurde hier ein Fight nach internationalen Regeln zwischen Franz Stangl (KKV-Austria) gegen Thomas Fötsch (Sharks-Gym Austria) ausgetragen. Insider wissen um die derzeit herrschenden Meinungsverschiedenheiten dieser Grazer Fight-Teams. Dement-sprechend hart, kompromisslos aber durchaus fair wurde hier im Rahmen der gesetzten sportlichen Regeln, eine wahre Schlacht gekämpft: Fast über die gesamte Kampfzeit wurde in der Stand-Up Position gekämpft und somit mussten die beiden Fighter viele und harte Treffer nehmen. Franz Stangl machte permanent Druck und traf wiederholt mit der Führhand durch Jab's und Aufwärtshaken. Besonderes Marken-zeichen von Franz Stangl allerdings war ein Low-Push-Kick, mitdem er etliche Male das Vorderbein vom Thomas Fötsch attakierte und für ihn den Distanzkampf zu einem gefährlichen Unterfangen machte!





Fötsch bewies enorme Nehmenqualitäten und fightete beherzt bis zum Schluss zurück. Spätestens in der 2. Runde war allen klar: Frühzeitige Aufgabe wird es in diesem Fight nicht geben! So wurde die Schlacht auch wirklich bis zur absoluten Kampfunfähigkeit ausgetragen! Franz siegte nach 8.55 Min, nachdem er aus der Mounposition etliche Salven auf Thomas losließ! - Sehr erfreulich war hierüber hinaus, dass die Grazer nach den Fight's diese Zusammenkunft für ein Gespräch genutzt hatten, um die Differenzen zu schlichten und einen gemeinsamen sportlichen Weg mit Fairness und gegenseitigem Respekt für die Zukunft einzuschlagen. Stefan Helmreich vom KKV betonte gegenüber dem Outsider-Club: "Ich hoffe, dass der sportlich faire Geist dieser Veranstaltung auch die Zukunft in Graz beeinflussen wird!" Fight-Photo's






Finalkampf + 100KG (I.M.)



Hier startete der Leipziger Ronny Beer (120 KG) ein Kämpfer des Kempo-Gyms unter Trainer Gilbert Boutoumou. Als diese Klasse durch Kampfabsagen nicht ausreichend belegt war, wäre fast diese Gewichtsklasse nicht ausgekämpft worden, wenn da nicht ein Hamburger Fighter mit einem riesen Kämpferherz freiwillig eingesprungen wäre: MARCUS KARALLUS (88 KG) verdiente sich hier besondere Achtung und Respekt, denn er hatte schon in seiner eigenen Gewichtsklasse den Titel errungen, als er sich wie selbstverständlich bereiterklärte, unter internationalem Regelwerk gegen den 32 KG (!!!) schwereren Ronny anzutreten! "Wagemütig" oder "Lebensmüde" schienen hier sicherlich einige Anwesende gedacht zu haben, denn die Leute von Gilbert aus Leipzig geniessen zudem einen sehr guten Ruf als starke Fighter! Was dann aber auf der Kampffläche abging, hatte wohl keiner vermutet und übertraf hier alle Erwartungen.



Ronny und Marcus lieferten sich einen super Kampf. Voller Dynamik und spektakulären Fightszenen gab es hier 3.57 Minuten lang heisse Aktion. Und womit niemand gerechnet hat: Ronny hatte richtig zu tun! Marcus steckte ein und teilte aus, er befreite sich wiederholt aus hoffnungslosen Bodensituationen und drehte einmal sogar die Mountposition um. Ronny fightete hart und trotz seiner gewaltigen Körgermasse hatte er eine gute Kondition. Zum Schluss konnte sich Marcus dann nicht mehr aus einer Würgetechnik, die Ronny aus der Back-Mountposition anlegen konnte, befreien und schlug ab. Ein spitzen Kampf, der durch minutenlang anhaltendem Beifall belohnt wurde. Eine fantastische Leistung!! Photo's of this Fight




Finalkampf - 90KG (I.M.)

Bleiben wir bei dem eben erwähnten Kämpfer Marcus Karallus aus Hamburg. Er stand vor dem Fight gegen Ronny Beer schon in seiner eigenen Gewichtsklasse im Finalkampf Marven Baschek (Free Style Boxing) aus Kleve gegenüber, der studienbedingt z.Z. in einem Center in Hameln trainiert. Marcus Karallus gewann hier durch überlegenen Stand-Up-Fight und konnte Marven Baschek schon nach 1.17 Minuten durch Kniestösse zum Körper mit einem KO besiegen. Marcus erlangte auf diesem Tunier für diesen Sieg eine Extra-Ehrung für den schnellsten KO dieser Veranstaltung. Glückwünsche für die Gesamtleistung auch vom OC!

Photo's of this Fight







Finalkampf - 80 KG (I.M.)





In der Klasse - 80 KG trafen der österreichische "Sharks"-Fighter Dorian Pridal und Christian Hoffmann aufeinander. Dieser Fight war ein sehr harter und langer Fight, der die 7.28 Minuten fast ausschliesslich am Boden ausgetragen wurde. Dorian Pridal liess, ebenso wie in den Vorkämpfen, überhaupt keine Möglichkeit für einen Stand-Up-Fight. Jeweils nach Fightbeginn oder Trennung marschierte er kontinuierlich vorwärts auf Christian zu, tauchte ab um brachte den Fight mit einem Ringer-Takedown zum Boden. Abwechselnd erlangten beide Fighter die Mountposition und teilten Punches- Ellenbogen- und eine Vielzahl an Headbud's zum Kopf ihres Kontrahenten aus. So wurde die gesamte 1. Runde zu einem kräftezehrenden Ringkampf mit pausenlosen Schlagattacken, die diese spektakulär Begegnung bereicherten!





In der 2. Runde ging es in gleicher Manier weiter und Dorian konnte nocheinmal die Mountposition erlangen, aus der er etliche Punches zum Kopf von Christian brachte. Erstaunlicher Weise deckte Christian nicht einfach ab, sondern schlug beherzt zurück und konnte Dorian von unten öfter treffen als dem lieb war. Christian kam tatsächlich wieder aus dieser brisanten Lage hinaus! Zum Ende dieser Begegnung siegte Dorian Pridal mit einem Back-Mount-Choke. Fight-Photo's




Finalkampf - 70KG (I.M.)

In dieser Gewichtsklasse im internationale Modus trafen Alex Wiebe (20) vom Fight-Center Minden auf den Amerikaner Peter Dannenberg vom US-Army-Team. Peter Dannenberg ist als erfahrener Bodenkämpfer der Bereiche BJJ und Ringen und als Angehöriger der weltbekannten US-Special-Einheit "SEAL" sicherlich kein leichter Gegner für Alex gewesen! Dennoch konnte das junge Nachwuchs-Talent aus Minden diesen Kampf für sich entscheiden! Alex zeigte einen klasse Stand-Up-Fight mit schönen ansatzlosen Kicks aus der Distanz und harten Faust- und Ellenbogen-Techniken im Infight. Natürlich war abzusehen, dass Peter Dannenberg seine Stärken nutzte und auf Bodenkampf aus war und er schaffte es auch immer wieder, Alex zum Boden zu bringen, welcher sich aber wiederholt aus den brisantesten Situationen befreien konnte.




Ein ständiger Wechsel zwischen Über- und Unterlegenheit der einzelnen Kämpfer zog sich durch den ganzen Kampfverlauf. Niemand konnte hier längere Zeit seine Position waren. Dieser Kampf war enorm dynamisch und abwechslungreich. Alle Kampfinstanzen und Positionen wurden in einem rasanten Tempo durchlaufen. Nach ewig langen 7.34 Minuten erlangte Alex Wiebe völlig ausgepumt die Mount-position und konnte Peter durch 'Strikes to Head' zu Aufgabe zwingen. Photo's of this Fight



Finalkampf - 70KG (N.M.)

Das Finale dieser Gewichtsklasse im Newcomer Modus bestritten Günther Eisengschirr vom KKV-Austria und Robert Scott Westermann vom FFA-Team Germany. Robert Scott Westermann überzeugte hier mit hochwertigem Bodenkampf. Schon beim ersten Schlagabtausch nach Kampfbeginn nutzte der FFA-Fighter einen hart geschlagenen Schwinger von Günther Eisengschirr aus, um mit einer technisch perfekten Brisanz einen Bilderbuch-Hüftwurf hinzulegen. Auch dieser Fight wurde in einem höllischen Tempo ausgetragen. Beide Kämpfer schenkten sich nichts, mussten sich aber durch die Regel-Einschränkungen des Newcomer Modus absolut auf ihre Bodenkampffähigkeit ohne Headstrikes beschränken. Robert siegte abschliessend nach 2.38 Minuten durch einer blitzschnell angewendeten Armstreckhebel, bei dem Günther keine andere Möglichkeit mehr hatte, als abzuschlagen! Fight-Photo's








Finalkampf Jugend - 70KG (N.M.)




Last but not least möchten wir hier noch über einen sehr erfolgreichen (wenn nicht DEN erfolgreichsten) Sportler dieser Veranstaltung berichten. JOHANNIS BAIS hatte hier richtig abgeräumt: Süddeutscher Meister im vorab ausgetragenem Jiu-Jitsu-Wettbewerb; Ehren-Pokal für den besten Techniker; Ehren-Pokal für die längste Kampfzeit (Johannis hatte allein im Freefight-Wettbewerb einen Vorrundenkampf über sage und schreibe 20.28 (!!!) Minuten geleistet). Und nun stand er auch im Free Fight im Finale! Wer nun meinte, Johannis müsste nach dieser Leistung am Ende seiner Kräfte sein, hatte sich getäuscht. Er leistete sich mit seinem Gegner Willi Martin einen erbittenden Kampf, der wiederum über 5.17 Minuten dauerte! Johannis setzte Willi gleich von Beginn an massiv unter Druck und ging offensiv mit Schlag und Kick-Techniken hinter Willi her. Dieser fand sich aber schnell und lieferte sich ein ausgeglichenes Match der 1. Runde mit dem späteren Meister im Free Fight. Am Anfang der zweiten Runde setzte ihm Johannis aber so massiv im Stand-Up-Fight zu, sodass Willi dann aufgab. Photo's of this Fight




OC-Eventbewertung:

Leichte Organisationsmängel zu Beginn der Freefight-Veranstaltung,
da Jiu-Jitsu-Kämpfer und Freefighter morgens "Weight-In" hatten,
die Freefighter aber erst gegen 17.00 Uhr starteten (konstruktive Kritik *gg*)!
- Tolle Veranstaltung mit erstklassigem Regel- und Fighter-Potenzial -






Fazit:

Ziehen wir einmal ein Fazit dieser Veranstaltung, so können wir doch hoffnungsvoll in die deutsche Freefight Zukunft blicken. Zeigten hier doch die Nachwuchssportler unter internationalem Regelwerk grosses Kämpferherz und vorbildliche Einstellung zum wahren Freefight. Für die Allgemeinheit der anwesenden Sportler können wir abschliessend die Aussage von Alex Wiebe (20) vom Fight-Center Minden stehen lassen. Als er nach seinem Finalsieg gefragt wurde, ob er Plessuren oder Schwellungen durch den Fight davongetragen hätte, sagte er grinsend:
"Nur an meinen Fäusten....."

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Weitere Bilder auch von den Vorkämpfen hier:


www.free-fight.de
Die Home Page von der FFA (free-fight.de)










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