Finalkampf + 100KG (I.M.)
Hier startete der Leipziger Ronny Beer (120 KG) ein Kämpfer des Kempo-Gyms unter Trainer Gilbert Boutoumou.
Als diese Klasse durch Kampfabsagen nicht ausreichend belegt war, wäre fast diese Gewichtsklasse nicht ausgekämpft worden,
wenn da nicht ein Hamburger Fighter mit einem riesen Kämpferherz freiwillig eingesprungen wäre: MARCUS KARALLUS (88 KG) verdiente
sich hier besondere Achtung und Respekt,
denn er hatte schon in seiner eigenen Gewichtsklasse den Titel errungen, als er sich wie selbstverständlich
bereiterklärte, unter internationalem Regelwerk gegen den 32 KG (!!!) schwereren Ronny anzutreten!
"Wagemütig" oder "Lebensmüde" schienen hier sicherlich einige Anwesende gedacht zu haben, denn die Leute von
Gilbert aus Leipzig geniessen zudem einen
sehr guten Ruf als starke Fighter! Was dann aber auf der Kampffläche abging, hatte wohl keiner vermutet und
übertraf hier alle Erwartungen.
Ronny und Marcus lieferten sich einen super Kampf. Voller Dynamik und spektakulären Fightszenen gab es hier 3.57 Minuten
lang heisse Aktion. Und womit niemand gerechnet hat: Ronny hatte richtig zu tun! Marcus steckte ein und teilte aus, er
befreite sich wiederholt aus hoffnungslosen Bodensituationen und drehte einmal sogar die Mountposition um. Ronny fightete
hart und trotz seiner gewaltigen Körgermasse hatte er eine gute Kondition. Zum Schluss konnte sich Marcus dann nicht mehr aus
einer Würgetechnik, die Ronny aus der Back-Mountposition anlegen konnte, befreien und schlug ab. Ein spitzen Kampf,
der durch minutenlang anhaltendem Beifall belohnt wurde. Eine fantastische Leistung!! Photo's of this Fight
Finalkampf - 90KG (I.M.)
Bleiben wir bei dem eben erwähnten Kämpfer Marcus Karallus aus Hamburg. Er stand vor dem Fight gegen Ronny Beer
schon in seiner eigenen Gewichtsklasse
im Finalkampf Marven Baschek (Free Style Boxing) aus Kleve gegenüber, der studienbedingt
z.Z. in einem Center in Hameln trainiert.
Marcus Karallus gewann hier durch überlegenen Stand-Up-Fight und konnte
Marven Baschek schon nach 1.17 Minuten durch Kniestösse zum Körper mit einem KO besiegen. Marcus erlangte
auf diesem Tunier für diesen Sieg eine Extra-Ehrung für den schnellsten KO dieser Veranstaltung. Glückwünsche für
die Gesamtleistung auch vom OC!
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Finalkampf - 80 KG (I.M.)
In der Klasse - 80 KG trafen der österreichische "Sharks"-Fighter Dorian Pridal
und Christian Hoffmann aufeinander.
Dieser Fight war ein sehr harter und langer Fight, der die 7.28 Minuten fast ausschliesslich am Boden ausgetragen wurde.
Dorian Pridal liess, ebenso wie in den Vorkämpfen, überhaupt keine Möglichkeit für einen Stand-Up-Fight.
Jeweils
nach Fightbeginn oder Trennung marschierte er kontinuierlich vorwärts auf Christian zu, tauchte ab um brachte den Fight
mit einem Ringer-Takedown zum Boden.
Abwechselnd erlangten beide Fighter die Mountposition und teilten Punches- Ellenbogen- und eine Vielzahl an Headbud's
zum Kopf ihres Kontrahenten aus. So wurde die gesamte 1. Runde zu einem kräftezehrenden Ringkampf mit pausenlosen
Schlagattacken, die diese spektakulär Begegnung bereicherten!
In der 2. Runde ging es in gleicher Manier weiter und Dorian konnte nocheinmal die Mountposition erlangen, aus der er
etliche Punches zum Kopf von Christian brachte. Erstaunlicher Weise deckte Christian nicht einfach ab, sondern schlug
beherzt zurück und konnte Dorian von unten öfter treffen als dem lieb war. Christian kam tatsächlich wieder aus
dieser brisanten Lage hinaus!
Zum Ende dieser Begegnung siegte Dorian Pridal mit einem Back-Mount-Choke.
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Finalkampf - 70KG (I.M.)
In dieser Gewichtsklasse im internationale Modus trafen Alex Wiebe (20) vom Fight-Center Minden auf den Amerikaner
Peter Dannenberg vom US-Army-Team. Peter Dannenberg ist als erfahrener Bodenkämpfer der Bereiche BJJ und Ringen
und als Angehöriger der weltbekannten US-Special-Einheit "SEAL" sicherlich kein leichter Gegner für Alex gewesen!
Dennoch
konnte das junge Nachwuchs-Talent aus Minden diesen Kampf für sich entscheiden!
Alex zeigte einen klasse Stand-Up-Fight
mit schönen ansatzlosen Kicks aus der Distanz und harten Faust- und Ellenbogen-Techniken im Infight. Natürlich war
abzusehen, dass Peter Dannenberg seine Stärken nutzte und auf Bodenkampf aus war und er schaffte es auch immer wieder, Alex zum Boden zu bringen, welcher
sich aber wiederholt aus den brisantesten Situationen befreien konnte.
Ein ständiger Wechsel zwischen Über- und Unterlegenheit der einzelnen Kämpfer zog sich durch den ganzen
Kampfverlauf. Niemand konnte hier längere Zeit seine Position waren. Dieser Kampf war enorm dynamisch
und abwechslungreich. Alle Kampfinstanzen und Positionen wurden in einem rasanten Tempo durchlaufen.
Nach ewig langen 7.34 Minuten erlangte Alex Wiebe völlig ausgepumt die Mount-position und
konnte Peter durch 'Strikes to Head' zu Aufgabe zwingen.
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Finalkampf - 70KG (N.M.)
Das Finale dieser Gewichtsklasse im Newcomer Modus bestritten Günther Eisengschirr vom KKV-Austria und
Robert Scott Westermann
vom FFA-Team Germany. Robert Scott Westermann überzeugte hier mit hochwertigem Bodenkampf. Schon
beim ersten Schlagabtausch nach Kampfbeginn nutzte der FFA-Fighter einen hart geschlagenen Schwinger von Günther
Eisengschirr aus, um mit einer technisch perfekten Brisanz einen Bilderbuch-Hüftwurf hinzulegen.
Auch dieser Fight wurde in einem höllischen Tempo ausgetragen. Beide Kämpfer schenkten sich nichts, mussten sich
aber durch die Regel-Einschränkungen des Newcomer Modus absolut auf ihre Bodenkampffähigkeit ohne Headstrikes
beschränken. Robert siegte abschliessend nach 2.38 Minuten durch einer
blitzschnell angewendeten Armstreckhebel, bei dem Günther keine andere Möglichkeit mehr hatte, als abzuschlagen!
Fight-Photo's
Finalkampf Jugend - 70KG (N.M.)
Last but not least möchten wir hier noch über einen sehr erfolgreichen (wenn nicht DEN erfolgreichsten) Sportler
dieser Veranstaltung berichten. JOHANNIS BAIS hatte hier richtig abgeräumt: Süddeutscher Meister im vorab ausgetragenem
Jiu-Jitsu-Wettbewerb; Ehren-Pokal für den besten Techniker; Ehren-Pokal für die längste Kampfzeit (Johannis hatte allein im Freefight-Wettbewerb
einen Vorrundenkampf über sage und schreibe 20.28 (!!!) Minuten geleistet). Und nun stand er auch im Free Fight im Finale!
Wer nun meinte, Johannis müsste nach dieser Leistung am Ende seiner Kräfte sein, hatte sich getäuscht.
Er leistete sich mit seinem Gegner Willi Martin einen erbittenden Kampf, der wiederum über 5.17 Minuten dauerte!
Johannis setzte Willi gleich von Beginn an massiv unter Druck und ging offensiv mit Schlag und Kick-Techniken hinter
Willi her. Dieser fand sich aber schnell und lieferte sich ein ausgeglichenes Match der 1. Runde mit dem späteren Meister
im Free Fight. Am Anfang der zweiten Runde setzte ihm Johannis aber so massiv im Stand-Up-Fight zu,
sodass Willi dann aufgab. Photo's of this Fight
OC-Eventbewertung:
Leichte Organisationsmängel zu Beginn der Freefight-Veranstaltung, da
Jiu-Jitsu-Kämpfer und Freefighter morgens "Weight-In" hatten,
die Freefighter aber erst gegen 17.00 Uhr starteten (konstruktive Kritik *gg*)!
- Tolle Veranstaltung mit
erstklassigem Regel- und Fighter-Potenzial -
Fazit:
Ziehen wir einmal ein Fazit dieser Veranstaltung, so können wir doch hoffnungsvoll in die
deutsche Freefight Zukunft blicken. Zeigten hier doch die Nachwuchssportler unter internationalem Regelwerk grosses
Kämpferherz und vorbildliche Einstellung zum wahren Freefight. Für die Allgemeinheit der anwesenden Sportler
können wir abschliessend die Aussage von Alex Wiebe (20) vom
Fight-Center Minden stehen lassen. Als er nach seinem Finalsieg gefragt wurde, ob er Plessuren oder Schwellungen durch den Fight
davongetragen hätte, sagte er grinsend:
"Nur an meinen Fäusten....."
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